Ich habe den Urlaub genutzt, mal wieder eine alte Linse auszuprobieren. Diesmal war es ein Olympus Zuiko 1,2:55mm, das ich zusammen mit einer Olympus OM auf dem Flohmarkt ergattert habe. Die OM selbst ist eine gute Kamera, leidet allerdings wie viele andere Kameras auch an der Nicht-Verfügbarkeit der für den Belichtungsmesser notwendigen PX625 Quecksilber-Batterien. Ich habe daher das Zuiko mittels Adapter an meiner Canon betrieben, was durch das ähnliche Auflagemaß und die geringe Tiefe der Rücklinse auch bei Vollformat möglich ist.
Generell muss man sagen: bei Offenblende ist die Linse sehr weich, allerdings hält sich die Vignettierung in Grenzen. Abgeblendet auf 2.8 oder mehr ist die Schärfe hervorragend, wie die Ausschnittvergößerung vom Flußufer zeigt.
Vor einiger Zeit ist mir in einem Trödelladen ein Telefogar in die Hand gefallen. Da ich Meyer Linsen mag, habe ich es gekauft, obwohl es nur einen EXA Anschluss hatte und ich eigentlich nur M42 Linsen nutze (aufgrund der besseren Kompatibilität).
Nun habe ich die Linse umgebaut, damit sie an meine Canon 5D Mk2 passt.
Schwierigkeiten ergaben sich zum Einen durch den Anschluss, zum Anderen durch die weit in den Spiegelkasten hineinreichende rückwärtige Optikgruppe.
Nun, dem konnte abgeholfen werden.
Telefogar an der Canon 5D MkII
Der Anschluss wurde soweit abgefräst. das er sich passgenau in einen Canon Adapter hineindrehen ließ. Dort habe ich ihn dann verklebt.
Abgefräster Innenring, noch nicht lackiert
Zuvor habe ich den Befestigungsring der rückwärtigen Linsengruppe im Nassschliff soweit gekürzt, das eine Nutzung der Unendlich-Stellung möglich war.
Die Linse is jedenfalls ein echter Hingucker, sowohl an der Kamera als auch bei den mit ihr gemachten Bildern.
Sie zeichnet sehr warm, hat aber trotz ihres Alters eine für Portraits ausreichende Schärfe und ein wundervolles, fast swirliges Bokeh.Da Meyer Optik Görlitz jetzt wieder Linsen baut, sollten sich die Leute wirklich überlegen, ob sie zusätzlich zum Trioplan und den neuen Figmentum Linsen nicht auch noch das Telefogar in einer größeren Lichtstärke ins Programm nehmen.
Hier noch ein Beispielbild bei „Offenblende“ F3.5
Telefogar bei Offenblende f/3.5
Und mal noch ein Farbvergleich, Kontrahent ist das Canon 85mm f/1.8 USM, das Histogramm ist schon spannend.
Gestern mit dem Nikkor in der Frankfurter Allee unterwegs gewesen. Bei dem Versuch, mit dem Nikkor größere Gebäude einzufangen ist mir die starke Verzerrung des Objektivs unangenehm aufgefallen. Hier ein Beispiel:
Zum Glück gibts Photoshop. Die eingebaute Objektivkorrektur beim RAW Import bietet das Nikon AF Nikkor 20mm 2.8D. Ist zwar nicht ganz das richtige Profil, bringt aber schon ganz gute Ergebnisse:
Interessant ist in jedem Fall die wellenförmige Verzeichnung am oberen Rand des Originalbildes (Bei f11, wohlgemerkt). Das kenne ich vom Carl Zeiss Jena Flektogon 2,8/20 aber besser.
Die Schärfe der Linsen ist vergleichbar, ist schon extrem. Der Vorteil bei dieser Linse (wie bei allen Ultra Weitwinkeln): Entfernungseinstellung 1 m, Blende 8 und wirklich alles ist scharf …. wenns denn mal schnell gehen muss.
Was die Nahdistanz angeht, so ist das Nikkor auch etwas schwächer als das Flek. Hier sind minimal 25cm möglich (statt 19 cm beim Zeiss).
EIne meiner absoluten Lieblingslinsen ist das Meyer Optik Görlitz Orestor 2,8/100 . Generell haben ja die Linsen von Meyer Optik keinen besonders guten Ruf. Das kleine Orestor sollte da aber eindeutig eine Ausnahme sein.
Mit nur 12 cm Baulänge und einem Filterdurchmesser von 49mm ist es absolut zierlich (jedenfalls in der Zebra Version), dabei aber mit F:2.8 relativ lichtstark und mir ausreichendem Freistellungspotential. Faszinierend ist auch die Schärfe der Linse schon bei Offenblende. Alles in allem ist es eine hervorragende Portraitlinse, die auch bei ungünstigen Lichverhältnissen mehr als brauchbar ist.
Habe am Wochenende mein neues Spielzeug gestestet. Ort dafür war die Wohnzimmergalerie Kunststück in Neukölln, Thema der Vernissage war „Nude“.
Hier ein paar Beispiele, die mit dem Nikkor unter recht ungünstigen Bedingungen ohne Blitz geschossen wurden.
Vom Handling der Linse bin ich absolut begeistert. Der Fokusring läuft butterweich, das Bokeh ist traumhaft. Die Schärfe ab F1:1,4 akzeptabel. Der einzige Kritikpunkt ist vieleicht der doch sehr schmale und ungünstig gelegene Blendenring. Ansonsten drei Daumen.
Ich hatte verschiedentlich gelesen, das sich die Bildergebnisse des Fleks mit einer Sonnenblende bei kritischen Lichtverhältnissen steigern ließen, also suchte ich nach einer passenden Sonnenblende. Die Suche im Netz führte mich zu verschiedenen Foren, in denen auch eine (leider nicht mehr verfügbare) Lösung angegeben war.
Drum also nun eine Blende im Selbst(-um)bau. Bestellt habe ich eine 67mm Sonnenblende bei Amazon Gegenlichtblende 67mm. Diese war jedoch im Gewinde zu lang und erzeugte deutliche Vignettierungen.
Also den Dremel raus und nachgefeilt 😉 …. Gewinde gekürzt auf 4 mm, die Ausspaarungen etwas vertieft und innen noch die Kante in den Ecken etwas verkleinert.
Das Bildergebnis ist perfekt, auch wenn die Blende bei genauem Hinsehen etwas merkwürdig aussieht. Für 5,49 Euro aber doch zufriedenstellend.
Heute war ich in der alten Garnisonsstadt Küstrin unterwegs. Dabei ergab sich die Gelegenheit, das Carl Zeiss Jena Flektogon 20mm F2,8 ein wenig zu testen.
Ich bin angenehm überrascht, was die Verzeichnungsfreiheit und Schärfe des Objektivs angeht. Nachdem ich mir eine im Internet erhältliche Sonnenblende zurechtgefeilt habe, ist die Bildqualität auch bei strahlendem Sonnenschein und den sich daraus ergebenden Lichteffekten seeeehr annehmbar.
Eine leichte Vignettierung ist feststellbar, macht sich aber außer bei der Erstellung von Panoramen nicht unangenehm bemerkbar. Hier ein 190 Grad Panorama aus 5 Einzelaufnahmen mit dem Flektogon. Herz, was willst du mehr.
Das Flek habe ich übrigens bei fotoservice-olbrich in Görlitz reinigen lassen. Die Jahre haben das Fett im Objektiv fest werden lassen, die Blende ließ sich nicht mehr schließen. Für relativ kleines Geld bekam ich ein perfekt gereinigtes und justiertes Objektiv zurück. Tolle Arbeit, unkomplizierte Einlieferung per Post – ungedingt zu empfehlen.
Update vom 20.2.17
Das Ding rennt ud rennt. Ich mag die Linse. Hier mal eine Nachtaufnahme von vorgestern. Die Lichtsituation war, sagen wir mal seltsam. Aber schaut selbst:
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